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~ Herzlich willkommen auf der Web-Seite des
Hanswijkprozession |
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Die Hanswijkprozession, ein „reines Bekenntnis“ - Sonntag,
9. Mai 2010
„Ich glaube, dass ...“ Fast
täglich gebrauchen wir jenen Ausspruch auf die eine oder andere Weise. Doch
es gibt „glauben“ und „glauben“. Viele Dinge tun wir gewöhnlich auf guten
Glauben hin: wir stellen uns auf etwas ein, wovon wir das letzte Wie und
Warum nicht kennen. Wir schreiten zu etwas voran, das uns andere vorschlagen.
Sagt allerdings ein Christ „ich glaube“, dann ist mehr gemeint. Es geht dann nicht mehr um das Annehmen von etwas
auf Geheiß von jemand anderem hin, sondern um Glauben an jemanden. Es ist das Eingehen einer persönlichen
Vertrauensbeziehung mit Gott, sich Ihm anvertrauen, Ihn lieben, Ihm zuhören.
Denn unser Gott ist ein Gott, der spricht: durch Worte, durch Taten, durch
Ereignisse, aber vor allem durch seinen Sohn Jesus. Unser Glaube ist unsere
Antwort auf Gottes Sprechen. Gott ist immer der Erste. Ursprung und Quelle
allen Glaubens liegen also in der Begegnung mit Gott durch sein Wort. Doch
der Glaube hat auch einen Inhalt. Er wird nicht nur erlebt und gefeiert, er
will auch in Worte gefasst und bekannt sein. Darum ist es ganz wesentlich,
dass wir den Glaubensinhalt besser kennen lernen und vor allem seine
Schönheit aufs Neue entdecken. Oft wird das Credo – unser Glaubensbekenntnis
– wie ein abstraktes Paket an Wahrheiten erfahren, trocken und konzentriert
und somit auch wenig attraktiv. Von daher die Bemühungen unserer Bischöfe,
dass wir die Schönheit unseres Glaubens
besser kennen. Dazu kann die Hanswijk-Prozession eine Hilfe sein. Denn was
wir im Credo aussagen, zeigt die Prozession in Bildern. Eigentlich ist die
Prozession ein Glaubensbekenntnis in Wort und Bild.
„Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater ...“
Gottes Allmacht liegt in seiner Liebe. Das haben die Israeliten erfahren, als
Er sie aus der Sklaverei Ägyptens befreite und sie zum gelobten Land Kanaan
führte. Aber Gott hat uns so lieb gehabt, dass Er uns immer näher sein
wollte, dass Er mitten unter uns kommen wollte. Deshalb ist Er Mensch
geworden in seinem Sohn Jesus, einem kleinen Kind in einer Krippe. So klein
hat sich der große allmächtige Gott gemacht. Uns ist das so geläufig, dass
wir allerdings kaum noch stillstehen bei diesem Unglaublichen. Gott, der
allem das Leben schenkt, wollte selbst das Leben empfangen vom Mädchen Maria,
der Jungfrau und Mutter. Denn Jesus ist ein reines Geschenk Gottes, keine
Frucht von Menschen, sondern eine Frucht des Heiligen Geistes. So ist Gott
eingetreten in unsere Menschengeschichte, eine Geschichte, die durch unsere
Sündhaftigkeit gekennzeichnet ist. „... und
an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn ...“ Gottes
Sohn ist Mensch geworden und durchlief alle Stadien eines Menschenlebens, von
Geburt bis zum Tod. Waren die ersten dreißig Jahre dieses Lebens eher unauffällig,
hat Jesu in seinem öffentlichen Leben durch seine Predigten, seine Heilungen,
seine Zeichen und Wunder uneingeschränkt offenbart, wie Gott wirklich ist:
ein liebevoller, barmherziger Vater, der uns von der Macht der Sünde und des
Todes befreien will zum ewigen Leben. Dazu ist Jesus für uns freiwillig in
den Tod gegangen. Er ist durch das Leiden hindurchgegangen, durch die Gewalt
des Todes am Kreuz, die wir Ihm angetan haben. So hat Er den Tod überwunden.
Jesu Auferstehung ist der Sieg über den realen Tod. So hat Er uns erlöst.
„Ich glaube an die apostolische Kirche ...“
Wenn wir die tiefe Bedeutung von all dem begreifen, können wir nicht anders,
als Gott loben und Ihm danken und seiner Aufforderung Gehör verleihen: “Geht
und verkündigt diese Frohe Botschaft aller Welt!” (Mk 16,15) So haben die Apostel und viele
Glaubenszeugen dieses vor uns getan, so tun wir es in unserer Zeit und so
werden dies Gläubige nach uns weiterhin tun. Denn jeder Mensch, wann er auch
geboren sein mag, wurde von Gott gerufen, um sich auf den Weg zu machen und
schließlich zu Hause beim Vater anzukommen. Das ist das ewige Glück, nach dem
wir uns unbewusst sehnen; das ist das wahre Glück, zu dem uns Gott
vorherbestimmt hat. Und dies können wir alles sehen, wenn
die Hanswijkprozession durch die Straßen von Mecheln zieht: die Befreiung der
Juden aus der Sklaverei Ägyptens, den Zug durch das Rote Meer und die
Übergabe des Gesetzes auf dem Berg Sinai; das wundersame Ereignis der Geburt
Jesu, seine Darstellung und sein Wiederfinden im Tempel; den Beginn von Jesu
öffentlichem Leben mit der Hochzeit zu Kana; sein Predigen und die Wunder,
die Er getan hat; seine Aufmerksamkeit für die kleinen Kinder, sein Bitten
zum Vater; sein Leiden und Sterben, aber auch seine Auferstehung... Dies
alles – nicht nur wie etwas, das weit zurückliegt, sondern das sich fortsetzt
bis zum heutigen Tag, wenn wir mit dem Heiligen Sakrament »zum Haus des
Herrn ziehen« (Ps 122), der
Basilika in Hanswijk.
Gott geht mit uns mit, hier
und jetzt in unserem alltäglichen Leben. Aber auch früher, in der Geschichte
unserer Region: bei der Christianisierung unserer Gegend durch den heiligen
Rumoldus, beim Eintreffen des Marienbildes zu Hanswijk, in der Glanzzeit der
burgundischen Herzöge, der Habsburger und der Erzherzöge Albrecht und
Isabella... So viele Zeichen und Ereignisse durch Jahrhunderte hindurch, die
von Gottes Sorge um uns Menschen sprechen, dort, wo wir in unserer konkreten
Wirklichkeit stehen. Zweitausend Mitwirkende und
Mithelfende laden jeden und jede herzlich ein, am Sonntag, dem 9. Mai 2010,
nach Mecheln zu kommen. Genießen Sie an diesem Tag den Anblick der prächtigen
historischen Kostüme, das wirbelnde Schauspiel aus Tanz, Musik und
gesprochenem Wort. Lassen Sie sich berühren von der Zartheit mancher
biblischen Darstellung, von der kraftvollen Sprache der Propheten, von der
Freude aus der Verkündigung der Frohen Botschaft. Komm und sieh! Und wer noch einen Schritt
weitergehen will und die Bedeutung der Prozession noch tiefer erfahren
möchte, kann sich ihrem Ende anschließen und mit dem Heiligen Sakrament zur
Hanswijk Basilika ziehen, um sich während einer kurzen, aber bewegenden Feier
in den Jubel der Dankbarkeit und des Lobpreises gegenüber Gott und Maria
hineinnehmen zu lassen. Komm und sieh – nimm teil!
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