terug naar biografie

Belgische Pralinen,
Der neue QUEER-Comiczeichner Tom Bouden

von Christian Scheuß (Queer, Dezember 1999)

    Er war gerade mal neun Jahre alt, da wusste Tom Bouden schon, dass er berühmt werden wollte.  Den Beschluss fasste er zusammen mit zwei Freunden.  Der eine wollte Erfinder werden, heute hat er den Doktortitel für Chemie.  Der zweite wollte Schauspieler werden und is jetzt Produzent von Kurzfilmen.  Der 1971 in Ostende/Belgien geborene Tom Bouden dagegen wollte Comiczeichner werden, schließlich kommen viele berühmte Zeichner aus Belgien.  Also begann er gleich mit er Arbeit an seinem ersten Strip, und hatte mit ein paar freunden kurz darauf sogar ein "Studio".  Er zeichnete, die anderen entwarfen die Stories oder malten die Bilder aus.  Der Kindertraum ist wahr geworden.  Tom studierte in Gent an der Royal Academie die Techniken der Animationsfilme und begann mit einer Serie von Geschichten mit der Figur Boudewijn de Grom.  1990 erstellt er ein paar Illustrationen für ein Plakat der schwulen Jugendgruppe.  Die Resonanz auf das Poster war so groß, dass er die beiden Figuren, die auf den Plakaten vorkamen (Max und Karl), in neuen Geschichten weiterführte.  Im belgischen Schwulenmagazin Zizo veröffentlichte er erstmals in einem Homomedium.  Auch Expresso und der Gay Krant in den Niederlanden nahmen seines Stories.  Sein erstes Album, eine Sammlung der bisslang veröffentlichten Geschichten, erschien 1994, zehn weitere Alben folgten.  Derzeit arbeitet Tom als Assistent fei einer flämischen Comiczeitung, ein Bühnenstück und Manuskripte für's Fernsehen hat er ebenso bereits verfasst, wie er auch schon ein paar Skripte an die Comicschmiede Disney verkaufen konnte.  Auch für die Schlümpfe entwirft er neue Geschichten.
    In kommende Jahr wird ein erstes schwules Album in Deutschland erscheinen, und er wird sicher großen Erfolg haben.  Bis es soweit ist, wird Tom jeden Monat in QUEER seine Sicht der schwulen Welt aufs Papier bringen.  Seine Figuren habben unglaublich viel Sex, aber immer wieder treten sie dabei in irgendein Fettnäpchen.