| Chronik der IGDBG | |||
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Chronologie in
Stichworten
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Erstes Schreiben
Ostendorf September 1984 (20 Interessenten): „Wir
wollen
keinen Verein gründen, wir wollen in Belgien keine „in group“ werden, die mit einem gewissen Unmut betrachtet wird. Wir sollten uns klar darüber werden, was wir wollen und sollten dann den Weg durch die Institutionen mit Zähigkeit verfolgen“. -
Am 18.10.1984: erstes Treffen mit 17 Teilnehmern.
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Versammlung am 22.11.1984 mit 150 Teilnehmern. Ab da alle Schreiben
gezeichnet Peter Boltersdorf. Erstmalig der Gedanke, auch Belgier aufzunehmen. -
Am 12.12.1985: Grenzgänger aus öffentlichem Dienst
mit Einnahmen unter
5.000 DM (in Belgien) unbeschränkt steuerpflichtig. -
1989: Ernst Dobbelstein übernimmt den Vorsitz von Peter
Boltersdorf.
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September 1989: Erster Besprechungstermin in Bonn zur Neuverhandlung
DBA. In der Folge mehrere Termine in Brüssel und Bonn. -
Lange Unterbrechung aus 2 Gründen:
*Deutsche Wiedervereinigung. *Neuverhandlung von 10 DBA´s durch Belgien. -
Juni 1993: Zweite Verhandlungsrunde.
- April 1994: Durch Vermittlung des Ratspräsidenten M.Grosch, Unterredung von Vertretern unserer Interessengemeinschaft und des Freundeskreises (CDU-Aachen) mit dem belgischen Finanzminister Maystadt. Minister Maystadt kam zu dem Schluss dass unser Lösungsansatz (Tätigkeitsstaatbesteuerung) weiterverfolgt werden sollte. - Juli 1994: Pendlergesetz vom 24.Juni 1994 in Deutschland. Pendler, die den Löwenanteil in der BRD beziehen, dürfen fast alle familien- und personenbezogenen Abzüge geltend machen, allerdings bleibt ihnen das Splitting weiterhin verwehrt. - Februar 1995: Grenzpendlergesetz 2: Umsetzung des EuGH-Urteils (Schumacker“) im Jahressteuergesetz 1996: beschränkt Steuerpflichtige anderer EU-Staaten, die ihr Einkommen fast ausschliesslich in Deutschland erzielen, werden mit unbeschränkt Steuerpflichtigen gleichgestellt. - März 1995:Dritte Verhandlungsrunde. Deutsche Delegation schlägt die Tätigkeitsstaatbesteuerung mit Ausgleichzahlung vor. Die belgische Delegation verspricht diesen Vorschlag zu prüfen und relativ kurzfristig zum nächsten Termin zu kommen. - Juni 1995: Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft in Raeren (10-jähriges Bestehen der IG). Der Leiter der belgischen Delegation bei der Neuverhandlung, Herr Masson, stellt 2 Lösungsansätze vor: a) Tätigkeitsstaatbesteuerung mit Ausgleichzahlung an den Wohnsitzstaat (unser Vorschlag). b) Besteuerung aufgeteilt zwischen Wohnsitzstaat und Tätigkeitsstaat. Dies sollte so aussehen, dass im Tätigkeitsstaat eine begrenzte Lohnsteuer (einige % des Bruttolohns) entrichtet werden soll und der Wohnsitzstaat die Gesamtbesteuerung vornimmt. Dabei wird der bereits im Tätigkeitsstaat entrichtete Betrag von der im Wohnsitzstaat zu zahlenden Steuer abgezogen. ![]() - Juli 1995: Minister Maystadt gibt bei der Finanzadministration eine „Studie zum grenzüberschreitenden Verkehr“ in Auftrag. Seitens der Interessengemeinschaft werden erneut die Anstrengungen zum Propagieren der Tätigkeitsstaatbesteuerung verstärkt. - November 1996: Der Bericht wird Finanzminister Maystadt vorgelegt. Von ihm erwartet die belgische Delegation eine Vorgabe für die nächste Verhandlungsrunde. - Februar 1996: Der Abgeordnete Gehlen stellt zwei parlamentarische Anfragen zum Stand der Verhandlungen. Es zeichnet sich langsam ab, dass die Tätigkeitsstaatbesteuerung angestrebt wird. - 1996: Alexander Johr wird als Nachfolger von Ernst Dobbelstein zum Vorsitzenden gewählt. - April 1998: EuGH-Entscheidung zur Pflegeversicherung. a) Die Heranziehung zur Versicherung- und Beitragspflicht zur (deutschen) Pflegeversicherung verstösst nicht gegen den EU-Vertrag. b) Es verstösst u.a. gegen Art. 19 VO 1408/71, den Anspruch auf Pflegegeld (das eine Geldleistung bei Krankheit darstellt) davon abhängig zu machen, dass der Versicherte in dem Staat wohnt, in dem er der Versicherung angeschlossen ist. - Mai 2001: Nach zwei weiteren Verhandlungsrunden paraphieren beide Delegationen das neuverhandelte DBA (basierend auf der Tätigkeitsstaatbesteuerung). - In den Folgemonaten: Übersetzung in die deutsche und in die niederländische Sprache, sowie Feinabstimmung. - 2001: Hans Haendler wird als Nachfolger von Alexander Johr zum Vorsitzenden gewählt. - Ende 2002: Unterzeichnung des Zusatzabkommen zum DBA durch Finanzminister Reynders und Bundesfinanzminister Eichel ![]() - DBA-Texte können jetzt den Parlamenten vorgelegt werden. - Mitarbeit in der durch die belgische Regierung einberufenen Grenzgängerkommissionen Steuern und soziale Sicherheit. - 9. September 2003: Verabschiedung des Zusatzprotokolls durch den deutschen Bundestag. - 23. Oktober 2003: Der belgische Senat billigt das Zusatzabkommen zum DBA und anschliessend vom König unterzeichnet. - In der zweiten November-Woche 2003 wird auch in Belgien die parlamentarische Behandlung des Zusatzabkommens zum DBA erfolgreich abgeschlossen und anschliessend unterzeichnet der König . - 27. November 2003: Austausch der Ratifizierungsdokumente in der belgischen Botschaft in Berlin. |
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